Montag, 20. März 2017

Die letzten drei Monate – ein Bericht von Luca




Das neue Jahr hat für meine kleine Schwester Joy und mich gut angefangen: Papa hat nämlich ein paar Wochen Elternzeit gehabt und in dieser Zeit haben wir viiiiiel als Familie zusammen unternommen und erlebt! Zuerst einmal sind wir nach Ägypten geflogen. Das war ein Erlebnis! Endlich mal wieder Sonne!
 
Das Tollste von allem war, dass wir dort Opa Klaus und Oma Sylvia getroffen haben! Die beiden haben ganz oft mit uns am Strand gespielt oder am beheizten Pool und so konnten sich Mama und Papa ein bisschen ausruhen. 
Wir haben auch oft Minigolf gespielt 
 und gleich nebenan gab es Elektroautos, mit denen ich mal fahren durfte. 
Das war ein Spaß!
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Aber auch die Motorräder waren cool!

Einmal haben wir einen Ausflug nach Hurghada gemacht. Dort hat Papa ein Auto entdeckt auf dem „Jesus“ stand und war total begeistert. Vom vielen Angucken war ich so kaputt, dass ich in Joys Baby-Trage eingeschlafen bin und Joy durfte dann - aber nur ausnahmsweise! - auf Papas Schultern meinen Platz - vorübergehend - einnehmen:
Mit den Leuten, die im Hotel gearbeitet haben, habe ich mich gleich angefreundet. Ich durfte sogar das Boot lenken, das uns vom Hotel direkt an den Strand gebracht hat! Aber ich bin auch Tretboot mit Papa gefahren.

Mit dem Gärtner habe ich Blumen gegossen und geholfen die Wege zu fegen 

und am letzten Tag durfte ich beim „Kofferabhol-Auto“ mitfahren und helfen die Koffer einzuladen! 


Ich glaube, auch Joy hat es ganz gut gefallen. Hier ist noch ein schönes Foto kurz vor dem Schlafengehen von uns:
Nachdem wir in Deutschland wieder etwas verspätet gelandet sind, war Mama ein bisschen im Stress, weil sie nur einen Tag Zeit hatte um unsere Wäsche zu waschen und wieder neu zu packen, denn dann ging es schon wieder los. Diesmal nach Polen.
Da war es viel kälter als in Ägypten. Mama hat unsere Wäsche draußen trocknen wollen, aber die ist eingefroren anstatt trocken zu werden. Das sah dann ganz lustig aus!
In unserem Hotel waren ganz viele Senioren zur Kur. Mama und Papa haben es sich dort abwechselnd gut gehen lassen und wir haben ganz oft im Schwimmbad geplanscht.
Inzwischen traue ich mich mit meinen Schwimmflügeln zu schwimmen ohne dass mich dabei jemand festhält!
Joy hat es im Wasser auch so richtig gut gefallen. Ich habe ihr meinen schönen Fußball-Bademantel ausgeliehen.
Ich finde sie sieht darin echt süß aus, ich mag meine kleine Schwester, auch wenn sie manchmal ein bisschen nervig sein kann, weil sie immer genau mit den Spielsachen spielen will, die ich gerade habe. Witzig finde ich, wie gerne sie tanzt:
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Sie kann zwar noch nicht so gut laufen, wie ich, als ich so alt war wie sie. Dafür „redet“ sie aber schon wie ein Buch:
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Wir waren in Polen auch oft an der Ostsee unterwegs. Mit dem Laufrad bin ich bis nach Ahlbeck gefahren und Papa musste das Laufrad FAST garnicht zwischendurch tragen!
Die Schwäne haben mich am Strand fasziniert und es gab große Schiffe anzusehen im Hafen von Swinemünde.
 
 
Zuletzt waren wir dann noch „kurz“ in Frankreich um Verwandte und Freunde von Mama und Papa zu besuchen. Besonders beindruckt hat mich ein Berg, der fast ganz vom Meer umgeben war. Papa sagt, der hieß „Mont St. Michel“. Mir hat es Spaß gemacht mit ihm den Berg durch ganz enge Gässchen hindurch hochzusteigen. Weil unser Kinderwagen zu breit war, hat Mama mit Joy auf uns unten gewartet.
 
Dann ist bei uns zuhause wieder der Alltag eingekehrt. Mama sagt, ich bin ganz schön kreativ. Zum Beispiel habe ich mir aus zwei langen Verpackungsresten einfach mal Ski gemacht, wenn die Berge von uns schon so weit weg sind. Irgendwie muss man sich ja zu helfen wissen!
Supercool finde ich übrigens, dass Familie Taufer aus Süddeutschland zu uns nach Neubrandenburg gezogen ist. Besonders für Joy freut mich das, denn jetzt hat sie in Jula eine fast gleichaltrige Freundin hier und nervt nicht mehr so oft. Aber eigentlich macht es ja auch echt Spaß mit Joy zu spielen. Inzwischen kann sie sogar ein bisschen laufen!
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Julas Mama, Becky, hilft meiner Mama bei den Oasekäfern. Letztes Mal haben wir Baby Mose im Wasser schwimmen lassen dürfen und dann haben wir die Wanderung durch die Wüste mit Lego-Figuren nachgespielt. Das hat Spaß gemacht! 











Lecker ist auch immer der gemeinsame Snack nach der Geschichte. 



Eigentlich ist Jula inzwischen fast überall, wo Joy ist, wie z.B. auch bei den Oase-Krabblern. Dorthin gehe ich aber nur noch ein halbes Jahr, denn dann werde ich drei und komme in den Kindergarten. Ich bin mal gespannt, wie das wird! 

 Meine „Ersatzoma“ Elli in der Oase liebe ich heiß und innig. Sie baut mit mir oft ganz hohe Türme aus Bauklötzchen und macht dann ganz schnell ein Foto bevor der hohe Turm wieder zusammenfällt. 

Ach ja, wie jedes Jahr musste ich es auch diesmal wieder über mich ergehen lassen, ein Familienfoto für Papas Arbeit von uns allen machen zu lassen. Mama sagt, wir haben diesmal einen „landestypischen“ Hintergrund gewählt. Das verstehe ich zwar noch nicht so ganz, aber egal. 
Anscheinend ist auch ein Teil unseres Oase-Spielplatzes „landestypisch“. Das muss irgendwie an den vielen Graffitis liegen.
Auch unser schöner Herrenhuther Stern wurde an Silvester so „landestypisch“ umgestaltet, dass er jetzt leider nur noch für die Mülltonne gut ist. Da waren wir sehr traurig.
Aber nochmal zurück zu den Fotos von mir. Inzwischen nerven die mich ganz schön. Ich soll dann immer lächeln, aber mehr als ein verkniffenes Gesicht bekomme ich manchmal einfach nicht hin. 

 Sogar für die Oase hatten wir wenige Tage später ebenfalls einen Fototermin - für unsere „Wellnesstage“ von 6. – 9. Juni (genauere Infos dazu stehen im aktuellen Rundbrief, sagt Mama). Das war schon ein wenig lustig, als sich über 40 Personen in Badeklamotten fotografieren ließen. 
Mama hat mir eine Sonnenbrille und einen Bademantel angezogen und dann auch noch so eine komische gelbe Blume in die Hand gedrückt. Alle fanden es „süß“. Na dann… Klaus-André Eickhoff, der im Juni ganz tolle Musik für uns machen wird, fand das aber nicht so toll, dass wir über 40 Leute für das Foto zusammenbekommen haben, denn jetzt „darf“ er von Helene Fischer das Lied „Atemlos“ am 1. April für uns in der Oase singen!
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Letztes Wochenende ging es dann schon wieder auf eine wenn auch kurze Reise. Mit einer großen Familie sind wir nach Usedom gefahren. Dort haben wir einen Ausflug zu einem – fast – echten russischen U-Boot gemacht. Oh, das war mir ziemlich unheimlich!
















 Aber der Besuch auf dem Erdbeerhof war toll! Ich liebe es nach wie vor mit Traktoren zu fahren.


Mama fand dieses Schild hier so toll, vielleicht versteht ihr ja, warum...?!
Sie hat mich zu allem Überfluss dann auch noch neben diesen komischen Erdbeer-Bär gestellt.
Und dann kam zu guter Letzt dieses Erdbeerhaus. Irgendwann muss ich ihr mal sagen, dass ich auf sowas einfach keine Lust habe. Und dann soll ich fürs Foto auch noch „winke winke“ machen, ich bin doch kein Baby mehr…!
Ich sitze dann doch viel lieber in unserem Auto vorne am Steuer und „lenke“ während Mama einkaufen geht.
Oder ich spiele auch gerne im Sand:


Etwas ungeschickt auf Usedom war, dass der Kühlschrank in Joys Reichweite war. Sie hat es geliebt, ihn auszuräumen. Vor allem der Frischkäse hat es ihr angetan. Sie kann ihn schon – fast – ganz alleine essen. Komisch, Mama fand das nicht so lustig wie ich!
Joy ist ziemlich erfinderisch drauf. Bei uns im Gartenhäuschen kramt sie alles Mögliche aus Papas Werkzeugkiste raus und spielt damit:

Letzten Sonntag hatten wir bei uns in der Oase Gottesdienst zum Thema „Deutschland sucht den Superchrist“. Hierzu hat Mama ein witziges Anspiel geschrieben, in dem auch Jesus in der Jury saß, der einfach allen Kandidaten einen Stern fürs Weiterkommen umgehängt hat.
Jesus hat nämlich alle Menschen lieb, ganz egal ob sie was gut können oder nicht! Deshalb habe ich auch meine süße kleine Schwester Joy – meistens – lieb.
Guckt selbst:
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Zum Schluss gebe ich euch noch ein Lied von mir zum besten (wer erkennt, was ich singe??):
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Viele liebe Grüße

Euer Luca

mit Mama, Papa und Joy